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Was sind den eigentlich Kurzkopf-Gleitbeutler oder "Sugar Glider"?
Es handelt sich um kleine baumbewohnende Beuteltiere, die in ihrem Äusseren ein wenig an Siebenschläfer erinnern. Mit Hilfe von weiten Hautfalten, die zwischen den Vorder- und Hinterbeinen aufgespannt werden und die Gleitbeutler wie ein "trapezförmiges Segel" aussehen lassen, können die Tiere geschickt bis zu 50m bodenwärts gleiten oder "gleitfliegen".
Der Kurzkopfgleitbeutler (Petaurus breviceps) ist eines der am weitesten verbreitenen Possums und lebt in Eukalyptus- und anderen Wäldernin den Küstengebieten von Nord- und Ost- Australien sowie auf Neuginea und anderen Inseln nördlich von Australien. Er ist bisher das einzige Beuteltier, dass vorwiegend in den USA, den Aufstieg zu einem beliebten Heimtier geschafft hat.
Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 12-21 cm, bei einem Gewicht zwischen 70 und 150 Gramm.Die Grundfarbe des Rückens ist grau bis bräunlich. Die Unterseite ist weisslich bis gelblich. Von der Schnauze bis zum Schwanzansatz zieht direkt über die Rückenmitte ein schwarzer Streifen. Die kleinen Füsschen der Gleitbeutler haben sich in Anpassung an ihre kletternde Lebensweise zu gut funktionierenden Greifhändchen entwickelt. Die männlichen Tiere besitzen eine spezielle Stirndrüse, (eine Duft- bzw. Markierungsdrüse ), die besonders bei raughohen Tieren entwickelt ist. Die Weibchen tragen eine beutelähnliche Tasche, die sich von der Bauchmitte nach hinten zieht und noch über eine schlitzförmige Oeffnung verfügt. Anal- und Geschlechtsöffnung münden bei beiden Geschlechtern in eine gemeinsame Kloakentasche.
Wie bei allen Beuteltieren ist die Tragzeit auch beim "Sugar Glider" nur sehr kurz. Die Jungen werden in einem noch frühen Entwicklungsstadium geboren und wachsen anschliessend über Wochen an den mütterlichen Zitzen festgesaugt im Beutel heran.
Gleitbeutler leben meist entweder in Paaren oder in kleinen Gruppen bis zu sieben Tieren zusammen. Die Jungtiere trennen sich meist im Alter von 7-15 Monaten von der Gruppe und suchen sich entweder ein eigenes Revier oder schliessen sich einer anderen Gruppe an.
Tagsüber verstecken sich die Sugar Glider in Baumhöhlen, nachts suchen sie auf Stämmen und Zweichen nach Nahrung. Ihre Streifzüge beschränken sichauf einen Umkreis von etwa 150-200 Meter vom Nest. Die Kurzkopf-Gleitbeutler sind Allesfresser, d.h., sie leben von pflanzlicher und tierische Nahrung.
Neben Nektar, Pollen und Früchten der verschiedenen Planzenarten lecken die Tiere auch gerne die Säfte von Eukalyptusbäumen oder von Akazien, suchen aber auch im Laub nach Insekten und Spinnen. Selbst kleine Eidechsen oder Jungvögel werden nicht verschmäht. Bevor man sich Sugar Glider als kleine Heimtiere anschaffen möchte, sollte man sich jedoch äusserst genau und umfassend über die Fütterung, Haltung und Lebensweise dieser Tiere informieren. Nur so kann man sich eine grosse Enttäussung ersparen. Gleitbeutler sind nämlich keine einfachen Hausgenossen !
Um sich richtig wohlzufühlen benötigen die Tiere relativ grosse Käfige mit vielfältigen Kletter- und Versteckmöglichkeiten (1-2 Kubikmeter für 2 Tiere oder ein kleine Gruppe). Die Sekrete aus ihren Drüsen verströmen einen moschusartigen Geruch, der manchen Menschen nicht behagt. Da die Tiere nachtaktiv sind und bellende Laute ausstossen, ist nachts mit einem bestimmten Lärmpegel unüberhörbarer Geschäftigkeit zu rechnen. Nichts für Leute mit einem oberflächlichem Schlaf!!
Gleitbeutler werden nicht stubenrein, sondern scheiden Kot und Urin wahllos während ihrer Aktivitäten an allen belieblichen Orten aus! Nur solche Sugar Glider, die von klein auf intensiven Umgang und Kontakt mit dem Mensch gewohnt und mit ihm vertraut sind, werden zahm und zugänglich. Wer jedoch nach einem ausgesprochen Streichel- oder Schmusetier sucht, liegt bei einem Gleitbeutler falsch. Auch als Heimtier sollten diese Tiere mindestens zu zweit oder in einer Gruppe gehalten werden, wo sie bei guter Führung, Haltung und Pflege zehn Jahre oder auch älter werden können.
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