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Neben den traditonellen kleinen Heimnagetieren Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster hat in den zurückliegenden Jahren der Degu die Herzen vieler Tierfreunde erobert. Obwohl der Degu in seinemäusseren Erscheinungsbild eher einer Ratte ähnelt und als solches als "Troyratte" bezeichnet wird, gehört es zur weiteren Verwandtschaft des Meerschweinchens und des Chinchillas.
Degus leben in freier Wildbahn ausschliesslich in Chile. Dort bewohnen sie offene Gebiete, wo sie unter Sträuchern, entlang von Hecken oder im Schutz von Felsen, unterirdischen Höhlen und Gangsysteme graben.Dorthin ziehen sie sich zurück oder verstecken sie sich bei drohender Gefahr. Degu sind sehr sozialle Tiere und bevorzugen das Zusammenleben in Familiengruppenvon fünf bis zehn Tieren. Mehrere Familien bilden eine lockere Kolonie, in der jedoch jede einzelne Familie ein eigenes Tierteretorium beansprucht.Mindestens ein Familienmitglied hält von einem erhöht liegenden Punkt aus Wache, während die übrigen Degus auf Nahrungssuche gehen. Ertönt der Warnruf, so fliehen die Degus blitzschnell in Ihre Erdhöhlen. Hauptfeinde der Degus sind besonders die Greifvögel, aber auch Schlangen oder kleine Raubtiere wie Füchse jagen nach Ihnen. Degus sind im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Nagetieren tagaktiv, bevorzugt in den frühen Morgenstunden und den späten Nachmittagsstunden.
Degus ernähren sich ausschliesslich von Gräsern, Samen und Früchten oder knabbern an Aesten.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich einene Degu als Heimtier anzuschaffen, dem seien die Vor- und Nachteile dieser kleinen possirlichen Nager nochmals kurz zusammengefasst:
Degus sind ausgesprochene soziale Wesen, die niemals allein, sondern stehts mindestens zu zweit gehalten werden müssen. Sie lassen sich leicht und gut zähmen und suchen auch selbst den Kontakt zur Pflegeperson; sie eignen sich aber ähnlich als Streicheltier wie Meerschweinchen, Kaninchen oder zahme Ratten. Da sie tagaktive Tiere sind, wird man Nachts nicht von ihnen gestört; auch sind sie deutlich weniger geruchsintensiv als z.B. Kaninchen.
Degus sind sehr bewegungsaktive Nager, die immer beschäftigt sein wollen. Dies stellt besondere Anforderungen an den Käfig oder das Terrarium in dem Degus gehalten werden soll.Das Käfig muss also genügend dimensioniert sein und sollte ausreuchend Lauf-, Kletter-, Nage-, Beobachtungs- und Versteckungsmöglichkeiten bieten. Ein Sandbadegefäss darf nicht fehlen. Als Mindestmass für 2 ausgewachsene Degus sollte eine Beckengrösse von ca. 80x 40x 40cm.
Einzig wirklich nennenswerter Nachteil der Degus sind ihr ausgeprägter Nagertrieb. Boden und Wände des Käfigs oder Terrariums müssen entsprechend dick und von besonders fester Qualität sein, um diesem Nagetrieb gewachsen zu sein. Dies bedingt, dass die Anschaffungskosten für einen solchen Käfig deutlich höher liegen als z.B. für den eines Meerschweinchens.
Degus sind keine besonders krankheitsanfällige Tiere.Kleine, meistens komplikationslos verbleibende Bissverletzungen, Verdauungsbeschwerden bei falscher oder einseitiger Fütterung, Erkältungskrankheiten mit Niesen, Nasenausfluss und Augenentzündung bei Infektionen mit Viren oder Bakterien oder übermässigenWachstum der Zähne sind die am häufigsten auftretenden Erkrankungen.Darm,- oder Hautparasiten sieht man eher bei Wildfängen oder bei schlechter, unsauberer Haltung der Tiere. Erbkrankheiten sind bisher keine bekannt .
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